Wummern und Fluten

Wir gehen wieder mehr raus und machen sogar den einen oder anderen Ausflug. Seltsam fühlt es sich trotzdem noch an, schließlich muss man ja fast überall, wo man auf andere Menschen trifft, auch weiterhin eine Maske tragen. 
Das gesellschaftliche Leben ist einfach noch lange nicht wieder das, was es vor der Coronapandemie war. Dafür ist für Herbst bereits die vierte Welle angekündigt und die Impfkampagne geht nur schleppend voran. Viele Menschen scheinen auf ihre Zweitimpfung zu verzichten bzw. vielleicht zu denken, sie bräuchten sie nicht mehr. Viele Termine würden nicht wahrgenommen.

Dazu regnet es seit einigen Wochen so sehr, dass Deutschland in manchen Teilen in Wasser und Schlammmassen versinkt. Ganze Häuser hat es unterspült und zerstört, Autos schwammen durch die Straßen als wären es Spielzeuge. In unserem Teil Bayerns blieben wir glücklicherweise halbwegs verschont. Bei uns Zuhause war gar nichts außer Regen, Regen, Regen. Doch das ist das wenigste in diesen Zeiten. Von Überschwemmungen und Wetterschäden durch starke Unwetter sind auch unsere Nachbarn Belgien und die Niederlande aktuell sehr betroffen. Auch sie haben einige Tote zu beklagen.

Die Freundschaft (oder soll ich sagen Partnerschaft) zwischen den USA und Deutschland scheint wieder hergestellt. Doch aktuell hat jeder seine eigenen Probleme. In den USA wütet Hitze bis zu 50 Grad Celsius, bei uns sind es Regen und Überflutungen. Auch jetzt, während ich schreibe, regnet es. Von Juli also derzeit keine Spur.

In Südafrika gab es während der vergangenen Woche fürchterliche Überfälle und Verwüstungen durch Menschen(-banden). Nur sehr langsam scheint sich jetzt die Situation zu beruhigen. Afghanistan fürchtet einen erneuten Bürgerkrieg nachdem nun durch den Abzug der dort fast 20 Jahre lang stationierten Truppen der NATO die Bürger ohne Schutz sind vor den radikalen Gruppen der Taliban.

Inzwischen ist auch die Fussball Europameisterschaft sang- und klanglos vorüber gegangen. Italien hat im Endspiel England Zuhause im Wembley Stadion dann im Elfmeterschießen besiegt. Deutschland war bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Wir können nur hoffen, dass es mit Hansi Flick als neuem Trainer wieder einen Aufschwung gibt.

Aufschwung fehlt unserem Land derzeit noch. Mancherorts wird er relativ künstlich produziert und provoziert dabei auch Unmut bei so manchen Bürgern. In unserer Heimatstadt beschweren sich jedenfalls einige seit die Stadt beschlossen hat für die Jugend in der Stadtmitte im Lauf des Sommers immer an Wochenenden lautstarke "Corona-Nachhol-Parties" zu geben.

Zugegeben, so ein Wummern und Dröhnen von Bässen über ein halbes Wochenende hinweg ist gewöhnungsbedürftig in unserer sonst so ruhigen, idyllischen Stadt.